Unterschiede in der Qualität von Fenstern – Ein Vergleich der verschiedenen Merkmale

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Als Hausbesitzer stehen Sie vor der wichtigen Entscheidung, die Fenster Ihres Hauses zu erneuern oder zu verbessern. Doch welches Fenster ist im Jahr 2023 die beste Wahl? In diesem Blogbeitrag gehen wir auf verschiedene Aspekte ein, die Ihnen bei Ihrer Entscheidung helfen können.

Welches Fenster ist das beste?

Vergleich von Fenstern – Aspekte, die bei qualitativen Fenstern berücksichtigt werden sollten

Beim Vergleich von Fenstern sind nicht nur die verschiedenen Fenstertypen entscheidend, sondern auch das verwendete Material. Holz- und Kunststofffenster zeigen beispielsweise herausragende Wärmedämmungseigenschaften.

Materialien im Vergleich

Der erste Schritt bei der Auswahl eines Fensters ist die Wahl des Materials. Hier stehen Ihnen verschiedene Optionen zur Verfügung, darunter:

Sicherheit

Ein weiterer entscheidender Faktor ist die Sicherheit. Moderne Fenster bieten verschiedene Sicherheitsmerkmale:

  • Mehrfachverriegelungssysteme:
    • Erhöhen den Schutz vor Einbrüchen.
    • Sorgen für eine gleichmäßige Druckverteilung.
  • Sicherheitsglas:
    • Verhindert das Eindringen bei Glasbruch.
    • Erhöht die Widerstandsfähigkeit gegenüber äußeren Einflüssen.

Schallschutz

In städtischen Gebieten oder an vielbefahrenen Straßen ist der Schallschutz ein wichtiger Aspekt:

  • Dreifachverglasung:
    • Bietet eine verbesserte Schalldämmung.
    • Reduziert störende Geräusche von außen.
  • Spezielle Dichtungen:
    • Minimieren Luft- und Schalllecks.

Die Sicherheit und der Schallschutz spielen eine bedeutende Rolle, wenn man verschiedene Fenster miteinander vergleicht

Die Sicherheit ist ein entscheidender Faktor im Fenstervergleich: Holz- und Kunststofffenster gelten als besonders robust. Die Widerstandsklasse (WK) gibt Auskunft darüber, wie sicher ein Fenster ist. WK 1 bis 2 signalisiert, dass die Einbruchsicherheit unter normalen Bedingungen gewährleistet ist, während WK 3 und 4 nur bei speziellen Anforderungen, beispielsweise in öffentlichen Gebäuden, zum Einsatz kommen.

Ein weiterer relevanter Aspekt ist der Schallschutz, insbesondere bei Gebäuden in der Nähe von Straßen mit hoher Lärmbelastung. Unterschiedliche Konstruktionen bei Alu-, Kunststoff- oder Holzfenstern ermöglichen eine Anpassung an individuelle Anforderungen im Bereich des Lärmschutzes. Dabei spielen ein geeigneter Fensterrahmen und eine spezielle Verglasung eine wichtige Rolle.

Zusätzlich dienen Qualitätszeichen wie das itf-Prüfzeichen oder das RAL Gütezeichen als nützliche Orientierungshilfe beim Vergleich verschiedener Fenster.

KunsstoffHolzAlu
🌡️ WärmedämmungSehr gut (++)Gut (+) Mittel (o)
🔐 SicherheitHoch (+)Hoch (+)Hoch (+)
🏋️‍♂️ Robustheit und LangzeitbeständigkeitHoch (+)Mittel (o)Sehr hoch (++)
🧹 PflegeaufwandGering (+)Hoch (-)Gering (+)
🔇 SchallschutzGut (+)Sehr gut (++)Sehr gut (++)
🌱 NachhaltigkeitMittel (o)Hoch (+)Schlecht (-)

Welche Kriterien sollte ein Fenster erfüllen?

Beim Kauf und der Installation von Fenstern sind verschiedene Aspekte zu berücksichtigen, da der Markt eine Vielzahl von Modellen aus unterschiedlichen Materialien bietet. Diese unterscheiden sich sowohl in Leistung als auch im Preis erheblich. Einige wichtige Überlegungen sind:

  • Optimale Lichtdurchlässigkeit: Gewährleistung einer angemessenen Menge an natürlichem Licht.
  • Effektiver Schallschutz: Besonders relevant in lauteren Umgebungen für ein ruhiges Raumklima.
  • Effiziente Wärmedämmung: Erfüllung der gesetzlichen Anforderungen für optimale Energieeffizienz.
  • Gute Lüftungsmöglichkeiten: Für eine gesunde Luftzirkulation im Raum
  • Stabilität und Einbruchsicherheit: Durch hochwertige Verglasung und passende Rahmenelemente.
  • Minimierter Pflege- und Reparaturaufwand: Für eine langfristige Nutzung ohne großen Wartungsaufwand.
  • Ästhetisch ansprechendes Design: Berücksichtigung der Optik, die je nach Fenstertyp variieren kann, z. B. Dachfenster, 8. Kellerfenster oder Badfenster.
Zweifach oder Dreifach Verglasung? Was ist sinnvoller?

Die Auswahl zwischen Zweifachverglasung und Dreifachverglasung für Fenster ist eine entscheidende Frage, da eine falsche Wahl entweder zu unnötigem Energieverbrauch oder dem Risiko von Schimmelbildung in den eigenen vier Wänden führen kann.

Der Schlüssel zu dieser Thematik liegt im U-Wert der Fenster. Der U-Wert ist ein Begriff aus dem Bauwesen und beschreibt den Wärmedurchgangskoeffizienten. Er misst die Wärmeübertragung (Wärmetransmissionsverluste) von Gasen oder Flüssigkeiten durch einen festen Körper wie beispielsweise eine Wand, ein Dach, eine Tür oder ein Fenster.

Um genauer zu sein, wird der U-Wert weiter spezifiziert: Der Ug-Wert bezieht sich auf den Kennwert für Glas bzw. Fensterscheiben, während der Uw-Wert den Kennwert des gesamten Fensters beschreibt. Beide Werte sind beim Kauf von Fenstern wichtig, wobei nur der Uw-Wert Aufschluss über mögliche Energieeinsparungen gibt.

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Die heutigen Kosten für beide Fensterarten sind sich sehr ähnlich. Im Durchschnitt liegen die Preise für Fenster mit Dreifachverglasung lediglich um 10 bis 15 Prozent höher. Allerdings amortisieren sich diese Mehrkosten in der Regel schnell, da sie im Alltag mehr Energie einsparen können. Wenn die Fenster zusätzliche Funktionen wie beispielsweise eine Sonnenschutzverglasung erfüllen, können die Kosten etwas höher ausfallen, da diese Funktionen den Preis beeinflussen.

Ein weiterer Vorteil von dreifach verglasten Fenstern liegt in der Verfügbarkeit von Fördermitteln. Durch die Bundesförderung für effiziente Gebäude für Einzelmaßnahmen (BEG EM) oder das Finanzamt können Sanierer einen Zuschuss von 15 bis 20 Prozent für den Fenstertausch erhalten. Seit Januar 2020 besteht zudem die Möglichkeit eines Steuerbonus für Sanierungsmaßnahmen. Nutzer dieses Bonus können 20 Prozent der Sanierungskosten an Haus und Heizung (maximal 40.000 Euro) über drei Jahre von der Steuer absetzen.

Wann ist die Zweifachverglasung die bessere Wahl?

Wichtig zu beachten: Die BEG-Förderung muss vor Beginn der Sanierung mit einem Energieberater beantragt werden, während der Steuerbonus auch nachträglich ohne Energieberater in Anspruch genommen werden kann.

Bei einem Fenstertausch im Altbau ist es entscheidend, das gesamte Gebäude in Betracht zu ziehen. Wenn die Außenwände ungedämmt sind und dies auch so bleiben soll, ist in der Regel die Zweifachverglasung die empfehlenswertere Option. Der U-Wert der neuen Fensterscheiben sollte schlechter sein als der Wert der umgebenden Fassade. Auf diese Weise fungiert das Bauteil als Feuchtefalle: Die Fenster beschlagen von innen, wenn der Raum zu feucht ist, während die Wände trocken bleiben. Hausbesitzer können die Feuchtigkeit einfach wegwischen und durch gezieltes Stoßlüften regulieren. Falls der U-Wert der Fenster mit Dreifachverglasung besser ist als der Wert der Wand, könnte Feuchtigkeit an den Innenflächen der Fassade kondensieren, was kaum sichtbar ist und zur Bildung von Schimmel führen kann.

Zusammengefasst gilt:

  • Zweifach verglaste Fenster sind für Altbauten ohne Außendämmung sinnvoll.
  • Dreifach verglaste Fenster eignen sich für neue und sanierte Gebäude.

Lassen Sie uns gemeinsam überlegen, ob eine Zweifach- oder Dreifachverglasung die bessere Wahl für Ihre Bedürfnisse ist. Wir stehen Ihnen gerne zur Beratung zur Verfügung.

Abschließend ist die Wahl des besten Fensters für Ihr Zuhause eine individuelle Entscheidung, die von Ihren persönlichen Präferenzen, Ihrem Budget und den spezifischen Anforderungen Ihres Standortes abhängt. Machen Sie sich bewusst, welche Eigenschaften Ihnen am wichtigsten sind, und treffen Sie Ihre Entscheidung basierend darauf.

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